Tekken
Ein fundamentales Kampfspiel der 32-Bit-Ära, das erfolgreich die Brücke zwischen Arcade-Spektakel und Spieltiefe für zu Hause schlug. Für den japanischen Markt demonstrierte es eindrucksvoll das technische Potenzial der PlayStation. Nur hinteres CD-Cover enthalten.
Beschreibung
Tekken ist ein wegweisender 32-Bit-Prügler, der die frühe PlayStation-Bibliothek maßgeblich definierte und Namco als feste Größe im Genre der 3D-Kampfspiele etablierte. Die japanische Fassung erschien nur vier Monate nach dem Konsolenstart und fungierte als direkte Umsetzung des 1994er Arcade-Hits. Das Spiel greift die Geschichte des King of the Iron Fist Tournament auf, eines hochdotierten Kampfsport-Wettbewerbs, der von der Mishima Zaibatsu ausgerichtet wird. Die Handlung thematisiert die lebenslange Blutfehde zwischen Kazuya Mishima und seinem Vater Heihachi Mishima – ein düsteres, fast shakespearesches Narrativ, das die Serie über Jahrzehnte hinweg prägte. Als einer der ersten 3D-Polygon-Kämpfer mit einer Tastenbelegung pro Gliedmaße trat der Titel primär gegen Virtua Fighter an, während Virtua Fighter Remix und Virtua Fighter 2 sowie deren geistige Nachfolger wie Dead or Alive oder Fighting Vipers nicht lange auf sich warten ließen. Wie das Arcade-Original bietet auch diese Fassung das Turnier-Szenario, in dem Kämpfer wie Kazuya Mishima, Paul Phoenix und Nina Williams sich durch eine Leiter von Gegnern bis hin zu Heihachi vorkämpfen. Die japanische Veröffentlichung behielt zudem das Galaga-Minispiel während der Ladezeiten bei und unterstrich Namcos Bestreben, die 3D-Leistungsfähigkeit der PlayStation zum Launch in Japan zu demonstrieren. Die Portierung erreichte durch Namcos System-11-Hardware eine nahezu perfekte Parität zum Automaten. Da das System 11 im Kern eine unveränderte PlayStation-Einheit mit ROM-Chips statt CD-Laufwerk war, verlief der Transfer auf die Heimkonsole nahtlos. Ein bedeutender Vorteil gegenüber dem Original war die Freischaltbarkeit der zehn Unterbosse und Bosse, wodurch sich die spielbare Auswahl auf 18 Charaktere verdoppelte und für enorme Langzeitmotivation sorgte. Das CD-Format erlaubte zudem die Implementierung von FMV-Endsequenzen für jeden der acht Hauptcharaktere. Auch wenn die polygonale Optik aus heutiger Sicht grob wirkt, markierte sie 1995 den technologischen Zenit für Heimsysteme.
Datenblatt
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