Bleemcast! for Tekken 3
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Ein kommerzieller PlayStation-Emulator, der speziell für die Ausführung von Tekken 3 auf dem Dreamcast entwickelt wurde.
Beschreibung
Bleemcast! for Tekken 3 war eine von drei offiziell veröffentlichten Bleemcast!-Discs für das Sega Dreamcast. Sie ermöglichte es Besitzern, die PlayStation-Version von Tekken 3 auf der Dreamcast-Hardware zu spielen – und das mit aufgewerteter Grafik, texturgefilterten Oberflächen und einer deutlich höheren Auflösung. Wie auch die anderen Bleemcast!-Veröffentlichungen war diese Disc kein universeller Emulator, sondern hochspezialisiert auf diesen einen Titel, inklusive Unterstützung für VMU-Speicherstände.
Im Gegensatz zum PC-basierten Bleem!-Emulator wurde Bleemcast! in reinem SH-4-Assembler von Grund auf neu entwickelt, um die Architektur des Dreamcasts voll auszureizen. Ursprünglich planten die Entwickler Multi-Game-Discs, die große Bibliotheken an PlayStation-Klassikern abdecken sollten, doch juristische Auseinandersetzungen mit Sony zwangen sie zur massiven Reduzierung des Umfangs. Letztlich erschienen nur drei offizielle Discs: Gran Turismo 2, Tekken 3 und Metal Gear Solid.
Der Emulator brachte Tekken 3 in einer VGA/480p-Auflösung auf den Schirm – das Vierfache der nativen PlayStation-Ausgabe. Das Ergebnis waren schärfere Konturen, sauberere Texturen und ein Full-Screen-Anti-Aliasing, wodurch Kämpfer und Arenen optisch deutlich gewannen. Durch das Textur-Filtering erschienen Details wie Kleidungsmuster oder Hintergründe wesentlich klarer, während das Spielgeschehen flüssig über die Konsole lief. Dank der Unterstützung von Dreamcast-VMUs blieben Spielfortschritte und freischaltbare Inhalte nahtlos erhalten.
Funktional blieb das Spiel unangetastet. Man wählte Kämpfer aus dem gewohnten Roster mit all ihren Movesets, Combos und Stilen und trat in den identischen Modi wie beim Original an. Sämtliche Spielsysteme, Animationen und Soundeffekte blieben originalgetreu. Der Unterschied lag in der Präsentation: Die Dreamcast-Hardware verpasste dem PS-Original ein Facelift, das es eher wie einen polierten Arcade-Port als wie einen klassischen Konsolen-Emulator wirken ließ.
Obwohl es eine bemerkenswerte technische Leistung war, einen PlayStation-Titel mit derart verbesserten Grafiken auf dem Dreamcast laufen zu lassen, hinterließen die begrenzte Veröffentlichung und die fehlende Kompatibilität zur restlichen Bibliothek einen bitteren Nachgeschmack bei Fans, die auf eine breitere Unterstützung gehofft hatten. Heute gelten diese Discs als begehrte Sammlerstücke – Relikte eines wagemutigen Experiments, das an Sonys aggressiver Rechtsstrategie scheiterte.
Datenblatt
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