Yu-Gi-Oh! Duel Monsters III: Sanseisenjin Kōrin
遊☆戯☆王 デュエルモンスターズIII 三聖戦神降臨-
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Ein taktisches Karten-Duellspiel, das die frühe Yu-Gi-Oh!-Formel durch Tributbeschwörungen, 800 Karten und ein exklusives Monster-Konstruktionssystem massiv erweitert. Trotz der für heutige Verhältnisse rustikalen Spielmechaniken ein essenzielles Kapitel der Serie, das den Übergang zum realen TCG einleitete.
Beschreibung
Yu-Gi-Oh! Duel Monsters III: Sanseisenjin Kōrin markiert einen entscheidenden Wendepunkt als dritter Handheld-Ableger der Serie und erster Titel, der nativ für den Game Boy Color entwickelt wurde. Mit einem Pool von etwa 800 Karten und einer Kampagne, die sowohl die vertrauten Gesichter aus Domino City als auch die Mystik des alten Ägyptens – angelehnt an Yu-Gi-Oh! Shin Duel Monsters: Fūin Sareshi Kioku – vereint, festigt das Spiel seine Stellung in der Bibliothek. Mechanisch bringt der Titel tiefgreifende Neuerungen: Tributbeschwörungen, Effektmonster, verdeckte Verteidigungspositionen sowie ein überarbeitetes Regelwerk mit Limitierungen und festen Deck-Vorgaben rücken das Spielerlebnis näher an das reale Sammelkartenspiel heran.
Das Alleinstellungsmerkmal dieses Teils ist zweifellos das Konstruktionssystem. Spieler können durch die Kombination von Ober- und Unterkörpern eigene Monster erschaffen. Mit rund 9.800 möglichen Varianten beeinflussen die gewählten Bauteile Attribute wie Level, Kosten und Beschwörungsbedingungen fundamental – eine experimentelle Freiheit, die in späteren, stärker standardisierten Simulationen der Reihe kaum noch Platz fand. Im direkten Vergleich zum Vorgänger Duel Monsters II bietet dieser Teil eine deutlich verbesserte Geschwindigkeit, eine durchdachtere Benutzeroberfläche und spezialisierte CPU-Decks, die den Wiederspielwert enorm steigern. Auch wenn die Spielregeln wie Fusionen und Attributsboni noch den eigenwilligen Game Boy-Konventionen folgen, ist der Fortschritt gegenüber den ersten beiden Iterationen signifikant.
Sammlerstücke umfassten damals drei zufällige Karten aus einem Set von acht, darunter Schwergewichte wie Killer Snake, Widespread Ruin oder Alpha the Magnet Warrior. Die im Spiel thematisierten Götterkarten waren jedoch nicht im echten Kartenspiel nutzbar und dienten lediglich als narrativer Anker im Spielabschluss.
Datenblatt
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