Baila Latino
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Ein Tanzspiel für die Wii U mit Fokus auf Latin-Musik, das bewegungsbasierte Choreografien für bis zu vier Spieler bietet und den Liedtext für Mitsänger auf dem GamePad anzeigt.
Beschreibung
Baila Latino mag auf den ersten Blick wie ein Gegenentwurf zu Just Dance wirken, doch der Fokus liegt hier kompromisslos auf lateinamerikanischer und spanischsprachiger Popmusik, anstatt auf eine breite Mischung internationaler Charts zu setzen. Der Soundtrack umfasst 20 Titel, die verschiedene regionale Einflüsse und Tanzstile wie Salsa, Merengue, Reggaeton und brasilianische Tanzmusik abdecken. Die Choreografien stammen von den professionellen Tänzern Carlo Romano und Vera Sokolova der Carolyn Smith Dance Academy.
Das Spielprinzip verlangt, die Bewegungen des Tänzers auf dem Bildschirm mit der Wii-Fernbedienung präzise nachzuahmen. Kommende Aktionen werden durch Piktogramme am unteren Bildschirmrand dargestellt, ergänzt durch Richtungspfeile und eine visuelle Taktanzeige. Die Leistung wird anhand der Genauigkeit und Rhythmik bewertet, wobei am Ende jeder Routine Punkte, Blumen und Trophäen vergeben werden. Die Titel können von bis zu vier Spielern gleichzeitig getanzt werden, wobei jeder Teilnehmer eine eigene Wii-Fernbedienung benötigt. Das Wii U GamePad dient währenddessen als Schnittstelle für Profile und die Musikauswahl; zudem werden die Liedtexte auf dem GamePad angezeigt, sodass Zuschauer mitsingen können, während sich die Tänzer auf den Fernsehschirm konzentrieren. Obwohl das GamePad somit eine Karaoke-Funktion übernimmt, wirkt die Aufteilung der Steuerung unausgegoren, da die Wii-Fernbedienung rein für den Tanz reserviert bleibt.
Mit seinen bunten Tänzern, psychedelischen Hintergründen und einem mitreißenden Soundtrack erzeugt Baila Latino eine stimmige Party-Atmosphäre. Die exklusive Ausrichtung auf Latin-Musik ist ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber konventionellen Tanzspielen. Dennoch fällt der Umfang von nur 20 Titeln im Vergleich zur Konkurrenz bescheiden aus, und die Spielmodi bieten wenig Anreiz, sich über die bloße Jagd nach Highscores hinaus zu beschäftigen. Gravierender ist die teilweise unpräzise Benutzeroberfläche: Die Piktogramme stimmen nicht immer zweifelsfrei mit den Bewegungen auf dem Bildschirm überein, was gerade bei komplexeren Passagen für Verwirrung sorgt, ob man nun dem Tänzer oder den Symbolen folgen soll.
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