S-AV Cable
Ein AV-Kabel für das Sega Dreamcast, das getrenntes (Y/C) sowie Composite-Videosignal und Stereo-Audio überträgt. Kompatibel mit allen Konsolenregionen und ein Klassiker unter den nordamerikanischen Drittanbieter-Lösungen.
Beschreibung
Das S-AV Cable ist ein von Drittanbietern gefertigtes S-Video- und Composite-Kabel für das Dreamcast-System. Die Konsole nutzt einen proprietären Multi-AV-Ausgang, der den Anschluss verschiedenster analoger Videosignale ermöglicht. Während dem Standardpaket lediglich Composite-Video- und Stereo-Audiokabel beilagen, unterstützt das Dreamcast intern hochwertigere Formate wie S-Video, RGB-SCART (in PAL-Regionen) und VGA. Dieses S-Video-Kabel wird direkt an den Multi-AV-Port angeschlossen und liefert anstelle des üblichen Composite-Signals ein S-Video-Signal sowie analoge Stereo-Cinch-Ausgänge.
Der entscheidende Vorteil von S-Video liegt in der Trennung des Videosignals in zwei Kanäle: Luma (Helligkeit) und Chroma (Farbe). Dies eliminiert das bei Composite-Verbindungen typische Ausbluten der Farben und das sogenannte Dot-Crawling, was zu einem deutlich schärferen Bild führt – insbesondere auf klassischen Röhrenfernsehern oder entsprechenden Capture-Geräten. Während Composite-Signale theoretisch ein passables Bild liefern könnten, erfordert dies Komponenten, die in der Massenfertigung selten verbaut wurden. Der Wechsel von Composite zu S-Video stellt den signifikantesten Qualitätssprung dar, bevor man in den Bereich der RGB-SCART- oder VGA-Übertragung gelangt.
Diese Kabel waren seinerzeit kostengünstig von diversen Drittanbietern erhältlich und kombinierten oft S-Video- und Composite-Stecker an einem Strang. Segas offizielles Kabel beschränkt sich rein auf S-Video und zeichnet sich trotz seines dünnen Durchmessers durch eine robuste Konstruktion aus. Die für mich persönlich ideale Lösung war jedoch schon damals die offizielle VGA Box, die neben der nativen 480p-Ausgabe in ausgewählten Titeln auch S-Video und Composite als Rückfalloption bot. Solche Peripheriegeräte waren jedoch kostspielig und sind heute nur noch schwer zu finden. Sowohl das offizielle S-PIN Cable als auch die VGA Box blieben faktisch dem japanischen Markt vorbehalten, da westliche Konsumenten damals kaum Interesse an derartiger Signalqualität zeigten.
Datenblatt
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