Decap Attack
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Ein skurriler Side-Scroller, der ein japanisches Original in ein makabres Gewand hüllt: Als kopflose Mumie Chuck D. Head begibt sich der Spieler auf eine bizarre Reise voller Wortspiele, um eine zertrümmerte Skelett-Insel wieder zusammenzusetzen.
Beschreibung
Decap Attack ist eine umfassend überarbeitete, westliche Adaption des japanischen Titels Magical Hat no Buttobi Tabo! Daibōken, der seinerseits auf den Spielmechaniken früherer Vic Tokai-Produktionen wie Kid Kool und Psycho Fox basierte. Für die westliche Veröffentlichung wurden Grafik, Musik, Charaktere und Handlung komplett durch ein augenzwinkerndes Horror-Thema ersetzt. Spieler schlüpfen in die Rolle von Chuck D. Head, einer kopflosen Mumie, die vom exzentrischen Dr. Frank N. Stein erschaffen wurde. Chuck muss den Dämon Max D. Cap und dessen Armee aus der Unterwelt besiegen, nachdem diese eine skelettförmige Insel in Stücke gerissen haben.
Das Gameplay konzentriert sich auf die Navigation durch thematische Level, deren Namen an Körperteile angelehnt sind – etwa Abdomainland, Armington und Eyeland –, die jeweils in einem Bosskampf gipfeln. Chuck attackiert Gegner, indem er das groteske Gesicht in seinem Oberkörper hervorstößt. Zudem kann er ein Totenkopf-Power-up einsammeln, das auf seinen Schultern ruht und wie ein Bumerang geworfen werden kann. Zaubertränke verleihen temporäre Fähigkeiten wie Unverwundbarkeit oder flächendeckende Angriffe, während präzise Sprungpassagen und wiederholtes Auf-den-Gegner-Springen entscheidend sind, um hartnäckigere Feinde zu bezwingen. Die Mechaniken des Spiels, einschließlich des Schwebesprungs zur Verlangsamung des Abstiegs, verliehen dem Titel ein markantes Spielgefühl, das sich von anderen Platformern jener Ära abhob.
Der Ton des Spiels ist bewusst absurd und makaber; er verbindet Slapstick-Humor mit Horror-Ästhetik. Die Parodie auf Monster-Tropen und die wortspielgeladenen Levelnamen gaben dem Spiel eine Kultidentität, besonders in Europa, wo es durch einen langjährigen Comic-Strip im Sonic the Comic-Magazin begleitet wurde. Die zeitgenössische Kritik war gespalten: Gelobt wurden der skurrile Stil und die einfallsreichen Mechaniken, während der ungleichmäßige Schwierigkeitsgrad und die erkennbaren Wurzeln des Spiels kritisiert wurden. Im Laufe der Zeit entwickelte es sich jedoch zu einer geschätzten Kuriosität in der Mega Drive-Bibliothek und wird heute oft als eines der exzentrischsten Lokalisierungsprojekte von Sega angeführt.
Datenblatt
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