Cosmic Spacehead
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Ein farbenfroher Adventure-Plattformer-Hybrid, in dem ein Alien zur Erde zurückkehrt, um deren Existenz mittels Inventar-Rätseln, Jump-’n’-Run-Einlagen und Mini-Spielen zu beweisen. Visuell deutlich polierter als die 8-Bit-Vorläufer, bleibt das Spiel seinem exzentrischen, typisch britischen Design treu.
Beschreibung
Cosmic Spacehead ist eine eigenwillige Melange aus Point-and-Click-Adventure, Side-Scroller-Plattformer und kurzweiligen Arcade-Einlagen. Als 16-Bit-Neuinterpretation des NES-Titels Linus Spacehead’s Cosmic Crusade entspringt es der Feder von Codemasters und stellt einen außerirdischen Forscher vom Planeten Linoleum in den Mittelpunkt, dessen erste Reise zur Erde in der Heimat nur auf Unglauben stieß. Was folgt, ist eine herrlich absurde Sci-Fi-Quest: Cosmic muss Geld, Ausrüstung, Transportmittel und Treibstoff auftreiben, um schließlich den fotografischen Beweis für die Existenz der Erde zu erbringen – all das inmitten einer Welt, die sich irgendwo zwischen 1950er-Jahre-Pulp und dem skurrilen Charme eines Samstagmorgen-Cartoons bewegt. Die Mega Drive-Fassung zeichnet sich nicht durch rohe Technik aus, sondern dadurch, wie sie diese ungewöhnliche Struktur in ein farbenprächtiges, aufpoliertes 16-Bit-Gewand kleidet. Der Großteil des Spiels besteht aus dem Navigieren eines Cursors über den Bildschirm, um einfache Befehle wie „Sprechen“, „Aufheben“, „Benutzen“ oder „Ansehen“ zu wählen. Diese Rätselpassagen werden immer wieder durch Plattform-Abschnitte unterbrochen, in denen Cosmic Hindernisse überwinden, Feinde meiden und Cosmic Candy sammeln muss – ein Rhythmus, der beständig zwischen methodischem Knobeln und Arcade-Reaktion wechselt. Gegenüber dem NES-Original bietet die Mega Drive-Version grafische Verbesserungen und ein angepasstes Bewegungsverhalten, das sich deutlich zugänglicher anfühlt. Für moderne Spieler bleibt das Werk eine Kuriosität von Codemasters: erfinderisch, charmant und auf dem Mega Drive nahezu einzigartig, wenngleich es an manchen Stellen eine gewisse Sperrigkeit nicht verleugnen kann. Kritiker lobten damals wie heute den farbenfrohen Artstyle und den schrägen Humor, monierten jedoch teils umständliches Inventar-Management und mitunter kryptische Rätsellogik. Als kulturelles Relikt ist es ein unvergessliches 16-Bit-Experiment, das den Wagemut besaß, ein Konsolen-Jump-’n’-Run wie ein Adventure denken zu lassen. Hinweis für Sammler: In Australien wurden sowohl die PAL-Mega Drive- als auch die NTSC-Genesis-Version offiziell vertrieben; die Genesis-Variante mit dem SKU FCS500SMC wurde von Sega Ozisoft verbreitet, während die PAL-Version über einen Drittanbieter in den Handel gelangte.
Datenblatt
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