Wacky Races: Mad Motors
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Ein später Lizenz-Budget-Racer, der heute vor allem als PAL-exklusives Kuriosum und als verspätetes Relikt abseits der Blütezeit der PlayStation-2-Fun-Racer in Erinnerung bleibt.
Beschreibung
Wacky Races: Mad Motors brachte den klassischen Hanna-Barbera-Cartoon in den späten Lebensjahren der Konsole auf die PlayStation 2, lange nach der Veröffentlichung der PlayStation 3. Der Titel gehört zu einer Ära günstiger europäischer Produktionen; der Publisher war berüchtigt dafür, bekannte Marken aus der Kindheit (wie Mr. Bean oder ein Schweinchen namens Babe) zu erwerben, um technisch reduzierte Spiele zum kleinen Preis auf den Markt zu bringen. Das Spiel richtete sich direkt an ein junges Publikum und verzichtete zugunsten einer nostalgischen Lizenzverwertung auf die spielerische Tiefe von Genre-Vertretern wie Crash Nitro Kart.
Das Spielprinzip folgt einem simplen Arcade-Rennspiel-Schema. Spieler steuern die kultigen Fahrzeuge aus der Zeichentrickserie von 1968, darunter den Arkansas Chugabug, den Crimson Haybaler und Dick Dastardlys Mean Machine. Der Kern des Spiels besteht daraus, thematische Rennstrecken zu meistern, um weitere Fahrer freizuschalten und charaktergebundene Waffen einzusetzen, um Kontrahenten auszubremsen. Während der lokale Mehrspielermodus für zwei Personen kurzweiligen Party-Spaß bietet, ist die Einzelspielerkampagne für ihre Kürze bekannt. Es mangelt ihr an KI-Finesse und Streckenkomplexität, um langfristig zu fesseln.
Die Entwicklung war durch ein extrem knappes Budget gezeichnet. Positiv hervorzuheben sind die 3D-Fahrzeugmodelle, die den Vorlagen recht treu bleiben und mit einer lebendigen Farbpalette arbeiten, die auf den Fernsehern jener Ära gut zur Geltung kam. Dem stehen jedoch gravierende Mängel gegenüber: Die Physik wirkt extrem schwammig, die Kollisionsabfrage ist ungenau und die Umgebungen wirken oft steril. Besonders irritierend ist das Fehlen jeglicher Sprachausgabe – eine kuriose Entscheidung für einen Cartoon, der maßgeblich von seinen schrägen Charakterstimmen und dem energischen Kommentator lebte. Stattdessen setzt das Spiel auf repetitive Hintergrundmusik und rudimentäre Soundeffekte.
Wacky Races: Mad Motors erschien nahezu unbeachtet und erhielt von den wenigen Fachpublikationen, die es überhaupt testeten, vernichtende Kritiken. Kritiker bemängelten die fehlende Politur, das Fehlen der Sprachausgabe und den äußerst flachen Spielverlauf, der mehr an eine hastig zusammengestellte Tech-Demo als an ein vollendetes Einzelhandelsprodukt erinnerte. Es blieb ein exklusiver PAL-Titel und ist heute ein Beispiel für die Flut an minderwertigen Lizenzspielen, die in der Spätphase der PS2 den Markt überrollten.
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