This is the Police
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Ein düsteres Management-Drama, das Strategie mit einer tiefgründigen Erzählung verknüpft und Themen wie Korruption, Kompromissbereitschaft und die Grenzen behördlicher Autorität erforscht.
Beschreibung
This Is the Police rückt Jack Boyd in den Mittelpunkt, den Polizeichef der fiktiven Stadt Freeburg, der zur vorzeitigen Pensionierung gezwungen wird und nur 180 Tage Zeit hat, um seine finanzielle Zukunft zu sichern. Der Spieler übernimmt die Leitung der Polizeidienststelle, koordiniert den Einsatz der Beamten, verwaltet knappe Ressourcen und muss entscheiden, ob er mit der kriminellen Unterwelt der Stadt paktiert oder ihr Widerstand leistet. Die Handlung entfaltet sich durch stilisierte Zwischensequenzen und Dialoge, in denen jede Entscheidung das Schicksal Boyds und die Stabilität der Stadt nachhaltig prägt.
Das Spielprinzip verbindet Echtzeit-Management mit einer verzweigten Erzählstruktur. Über eine isometrische Stadtkarte gehen Notrufe ein, und der Spieler muss abwägen, welche Beamten er entsendet – stets im Hinblick auf das Risiko des Scheiterns und die Notwendigkeit, das Personal ausgeruht und loyal zu halten. Im Laufe der Zeit üben politische Fraktionen, Mafiabosse und korrupte Stadtbeamte massiven Druck aus, was den Spieler immer wieder in den Konflikt zwischen moralischer Integrität und pragmatischem Überleben zwingt. Die Spannung entspringt der Frage, wie weit man die eigenen Prinzipien beugen will, um das für Boyds Ruhestand angestrebte finanzielle Ziel zu erreichen.
This Is the Police bietet eine markante Atmosphäre und scheut sich nicht, Themen wie Korruption und moralische Grauzonen zu behandeln, während es Management-Mechaniken mit einer Noir-Erzählweise verwebt. Auch wenn das Tempo gelegentlich schleppend wirkt, die Abläufe repetitiv sein können und die Erzählweise mitunter plakativ daherkommt, überzeugt das Spiel durch die Dichte seiner Inszenierung, das Gewicht der Entscheidungen und die gelungene Synthese aus Strategie und Drama. Es behauptete sich in der Indie-Landschaft der mittleren 2010er Jahre als ambitioniertes Werk, das wie Papers, Please oder Cart Life den schwierigen Grenzbereich zwischen Bürokratie und persönlicher Ethik auslotet.
Datenblatt
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