Smash T.V.
スマッシュT.V.-
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Eine qualitativ hochwertige Arcade-Shooter-Umsetzung, die Fernsehgewalt durch unerbittliche Arena-Kämpfe, das Sammeln von Preisen und überdrehte Spielshow-Theatralik parodiert. Das Spiel adaptiert das Twin-Stick-Gefühl des Automaten hervorragend für das SNES-Gamepad und behält das chaotische Gameplay mit massenhaft Gegneraufkommen bei, verpackt in eine tiefschwarze Satire auf eine dystopische Zukunft.
Beschreibung
Smash T.V., international auch als Super Smash T.V. bekannt, stellt eine hochgelobte 16-Bit-Umsetzung des Williams-Arcade-Klassikers von 1990 dar. Der Titel wurde von dem legendären, in Melbourne ansässigen Studio Beam Software entwickelt und ist ein dystopischer Twin-Stick-Shooter, der in der nahen Zukunft des Jahres 1999 spielt. Das Spiel inszeniert eine ultra-gewalttätige Fernsehshow, in der Kandidaten gegen Wellen von mutierten Cyborgs, Panzern und keulenschwingenden Mr. Shakedown-Klonen antreten. Als Preise locken Luxusartikel wie Videorekorder und Toaster – oder der eigene Tod. Inspiriert von Filmen wie Running Man und RoboCop, strotzt das Spiel nur so vor beißender Mediensatire, untermalt von ikonischen, digitalisierten Ansager-Zitaten wie „Big money! Big prizes! I love it!“ und „I’d buy that for a dollar!“.
Die SNES-Portierung von Beam Software gilt als die maßgebliche Heimkonsolenversion jener Ära, vor allem aufgrund der cleveren Lösung des Twin-Stick-Problems. Während der Arcade-Automat zwei Joysticks erforderte, nutzte Beam Software die rautenförmige Anordnung der Aktionsknöpfe (A, B, X, Y) des SNES-Controllers als Ersatz für den zweiten Stick. Dies ermöglicht Schüsse in acht Richtungen, völlig unabhängig von der Bewegung über das Steuerkreuz – eine Umsetzung, die deutlich intuitiver war als die komplizierten Workarounds mit zwei Controllern auf dem Sega Mega Drive. Der Titel demonstriert zudem eindrucksvoll die Sprite-Kapazitäten des SNES. Trotz der im Vergleich zum Mega Drive langsameren CPU bewältigt das Spiel hunderte Gegner und Projektile gleichzeitig bei bemerkenswert wenig Ruckeln. Auch der Härtegrad des Originals blieb erhalten; anders als viele Nintendo-Titel jener Zeit, die aufgrund von Gewalt zensiert wurden, behielt Smash T.V. seine roten Bluteffekte bei.
Die japanische Fassung bewahrt den überspitzten Tonfall und das satirische Flair des Originals, inklusive der markanten Ansager und der skurrilen Preise. Es ist einer der wenigen NTSC-J-Titel, die den westlich geprägten Hyper-Gewalt-Stil der frühen 90er-Jahre kompromisslos übernahmen. Der Vertrieb in Japan erfolgte durch ASCII, wobei Verpackung und Dokumentation zwar für den heimischen Markt angepasst wurden, der englische Spieltext und die Sprachausgabe jedoch unangetastet blieben.
Datenblatt
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