Poy Poy
ポイッターズ・ポイントEin definitiver Party-Klassiker für vier Spieler, der die PlayStation mittels eingängiger ‘Psychic Glove’-Wurfmechaniken und interaktiver Arenen in eine frenetische Wettkampfzone verwandelte.
Beschreibung
Poy Poy, in Japan unter dem Titel Poitter’s Point bekannt, markiert einen Meilenstein unter den Party-Action-Titeln, die das Potenzial des PlayStation Multitap nach dessen europäischem Marktstart 1997 voll ausschöpften. Entwickelt von Konami, bricht das Spiel mit gängigen Konventionen klassischer Jump-‘n’-Run- oder Beat-’em-up-Strukturen zugunsten einer hektischen Arena-Schlacht, in der vier Spieler oder KI-Gegner um das Überleben kämpfen. Die visuelle Gestaltung durch eine farbenfrohe, blockartige 3D-Optik sowie der energiegeladene Soundtrack vermitteln präzise das Flair der wettbewerbsorientierten Spielhallen-Ära Mitte der 90er-Jahre. In Europa festigte sich das Spiel schnell als Standard für gesellige Abende, oft in einem Atemzug mit Micro Machines V3 genannt.
Im Zentrum steht ein Turnier, bei dem die Kontrahenten mithilfe spezieller ‘Psychic Gloves’ in gefährlichen Umgebungen antreten. Diese Handschuhe, wie etwa die Power-, Hurrikan- oder Thunder-Varianten, verleihen dem Spielgeschehen taktische Tiefe. Die Arenen sind dabei nicht bloße Kulisse: Das eisige Moai-Level erzwingt ein vorsichtiges Navigieren, während die Gras-Arena mit explosiven Objekten zum Wurf verleitet. Die Steuerung ist eingängig, verbirgt jedoch eine beachtliche spielerische Tiefe. Über das Handschuh-Upgrade-System investieren Spieler Gold aus dem ‘Poy Poy Cup’ in Attribute wie Reichweite, Geschwindigkeit oder die spezialisierten Shinkuu-Attacken. Das Ausdauermanagement stellt dabei den kritischen Faktor dar: Wer schwere Objekte wirft, riskiert, für einen entscheidenden Moment ungeschützt zu sein. Trotz der fehlenden Anpassung der Spielgeschwindigkeit für 50Hz-PAL-Systeme, die das Tempo marginal drosselte, blieb die Performance stabil, was den hektischen Endphasen eine fast taktische Komponente verlieh.
Die zeitgenössische Kritik lobte den hohen Unterhaltungswert und die technische Pionierarbeit der Vierspieler-Unterstützung. Auch wenn der Einzelspielermodus einen motivierenden Fortschritt bot, entfaltete Poy Poy sein wahres Potenzial erst im direkten Wettstreit vor dem Bildschirm. Heute gilt der Titel als Kultklassiker der frühen 32-Bit-Ära, der eindrucksvoll zeigt, mit welcher Experimentierfreude Konami damals innovative, energetische Spielkonzepte verfolgte.
Datenblatt
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