Network Access Disc
Ein Software-Dienstprogramm zur Konfiguration der PlayStation 2 für den Online-Zugang und zur Einrichtung von Netzwerkprofilen für unterstützte Titel.
Beschreibung
Die Network Access Disc für die PlayStation 2 war das unverzichtbare Konfigurationswerkzeug, um die Konsole fit für das Internetzeitalter zu machen. Da die ursprüngliche PS2 ohne integrierte Netzwerkschnittstelle ausgeliefert wurde, bildete diese Disc zusammen mit dem separat erhältlichen Netzwerkadapter die technische Grundlage für Online-Multiplayer. Beim Einlegen der Disc startete ein Installationsprogramm, das Benutzer durch die Einrichtung ihrer Breitbandverbindung – sei es DSL oder Kabel – führte. Die dabei erfassten Netzwerkkonfigurationen wurden direkt auf einer PS2-Memory-Card als Profil gespeichert.
Sobald die Konfiguration abgeschlossen war, konnten kompatible Spiele darauf zugreifen, um Online-Dienste und Server zu erreichen. Dies ermöglichte Klassiker wie SOCOM U.S. Navy SEALs, Final Fantasy XI und Resident Evil Outbreak. Während spätere PS2-Titel eigene Konfigurationsroutinen direkt in die Spiele-Software integrierten und die Disc somit obsolet machten, stellte sie für die erste Generation der Online-PS2-Spieler einen essenziellen Meilenstein dar.
Im Vergleich dazu setzte die Xbox auf ein zentralisiertes Account-System, das zum Start ebenfalls eine Starter Kit Disc erforderte. Betrachtet man das Dreamcast, bei dem die Netzwerkeinrichtung direkt in die Spiele oder den Internet Browser integriert war, wirkte Sonys Lösung damals wie ein nachträglich implementierter Umweg statt einer ausgereiften Plattformstrategie.
Datenblatt
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