Rolling Thunder
ローリングサンダーEin cineastisches Spionage-Actionspiel, das hochkarätige Arcade-Plattform-Kost auf die Beschränkungen 8-Bit-basierter Heimhardware überträgt. Der Titel legt den Schwerpunkt auf präzise Bewegung und Ressourcenmanagement im stilsicheren Geheimagenten-Gewand. Dies ist die C64 K7-Version.
Beschreibung
Rolling Thunder begleitet den Agenten Albatross auf seinem Infiltrationseinsatz in einer unterirdischen Basis, um eine gefangene operative Kraft zu befreien. Die Erzählung schöpft ausgiebig aus dem Spionagekino der sechziger Jahre und führt die zwielichtige Organisation „Geldra“ sowie deren maskierte Schergen ein. Die Atmosphäre bleibt angespannt und nüchtern, wobei der Fokus auf der Isolation eines Einzelkämpfers hinter den feindlichen Linien liegt. Die gedämpfte Farbpalette und die langgezogenen Charakter-Sprites unterstreichen eine reife, vom Film Noir beeinflusste Ästhetik. Durch die musikalische Untermalung von Rob Hubbard bietet die Commodore 64-Version ein akustisches Erlebnis, das sich deutlich von anderen Heimcomputer-Umsetzungen abhebt.
Das Gameplay setzt auf ein zweistufiges Plattform-System, bei dem Spieler zwischen Ebenen wechseln und hinter Türen Deckung suchen, um feindlichem Feuer zu entgehen. Da nur ein einzelner Feuerknopf für Schuss- und Sprungaktionen zur Verfügung steht, erfordert der Ebenenwechsel präzise Richtungsangaben nach oben. Die Mechanik verlangt ein strenges Munitionsmanagement, da die Pistole nur über eine begrenzte Kapazität verfügt, die in speziellen Waffenräumen aufgefüllt werden muss. Die von Tiertex entwickelte Engine stößt auf dem Commodore 64 an technische Grenzen, was zu merklichem Sprite-Flimmern und ruckeligem Scrolling führt. Bei der K7-Kassettenversion erfordert das Multi-Load-System zudem erhebliche Wartezeiten zwischen den beiden Spielhälften.
Nach dem Start in japanischen Spielhallen Ende 1986 durch Namco erreichte der Titel ein Jahr später die USA. 1988 portierte Tiertex das Spiel auf diverse Heimcomputer wie Amstrad CPC, C64, ZX Spectrum, Amiga und Atari ST. Ein Jahr darauf veröffentlichte Namco eine eigene Version für das Famicom mit zusätzlichen Inhalten. Das Spiel prägte nachfolgende Titel wie Segas Shinobi, mit dem es häufig aufgrund des taktischen Wechsels zwischen zwei Ebenen verglichen wird. Auch auf spätere filmische Plattformer wie Prince of Persia übte es Einfluss aus.
Zeitgenössische Kritiker lobten den Titel für die exzellente Musik und die gelungene Übertragung des Arcade-Spielprinzips, bemängelten jedoch die träge Steuerung und die häufigen Ladezeiten. Der Schwierigkeitsgrad galt als gnadenlos und erforderte pixelgenaue Sprünge sowie das Auswendiglernen der Gegner-Spawns. Heute gilt diese Umsetzung als atmosphärisch dichtes, wenn auch technisch fehlerbehaftetes Dokument der Herausforderung, komplexe Arcade-Hardware auf den Commodore 64 zu portieren. Der Soundtrack von Rob Hubbard bleibt bis heute eine gefeierte Demonstration der Leistungsfähigkeit des SID-Chips.
Datenblatt
| Artikelname |
|
|---|---|
| Originalname |
|
| Artikelcode |
|
| Artikelnummer |
|
| Typ | |
| Genre | |
| Thema | |
| Dokumentation | |
| Entwickler | |
| Verlag | |
| Medium | |
| Spieler | |
| Veröffentlichungsdatum | |
| Hinzugefügt am |
|