Mega Key 2
Ein Adapter, um ausländische Titel auf Konsolen anderer Regionen zu spielen. Er umgeht sowohl die physische als auch die elektronische regionale Schutzsperre.
Beschreibung
Der Mega Key 2 war ein inoffizieller Adapter für das Sega Mega Drive, der es Spielern ermöglichte, Module aus anderen Regionen auf Hardware zu nutzen, für die sie ursprünglich nicht vorgesehen waren. Das Sega Mega Drive (in Nordamerika als Genesis bekannt) führte regionale Beschränkungen sowohl auf physischer als auch auf softwareseitiger Ebene ein. Japanische Module besaßen eine andere Gehäuseform als westliche Pendants, was sie physisch inkompatibel machte, während zudem eine Lockout-Programmierung prüfte, ob die regionale Hardware übereinstimmte. Ein japanisches NTSC-J-Modul ließ sich daher normalerweise nicht auf einem europäischen PAL-Mega Drive abspielen und umgekehrt. Adapter fungierten als sogenannte Pass-Through-Geräte. Der Spieler steckte das fremde Modul in den Konverter und diesen dann in den Modulschacht der Konsole. Es entstand ein charakteristischer Turmaufbau, der die physischen und elektronischen Differenzen überbrückte. Da das Gerät jedoch über keinen Umschalter zwischen NTSC- und PAL-Modus verfügte, lief ein für 60-Hz-NTSC-Fernseher entwickeltes Spiel auf einem 50-Hz-PAL-System langsamer, zudem blieben die Auflösungsunterschiede bestehen. Der Mega Key 2 und ähnliche Fabrikate wurden von Drittanbietern gefertigt, oft in Asien, wo die regulatorischen Hürden niedriger lagen. Sie erlangten unter Import-Enthusiasten Kultstatus, wobei in Regionen wie Australien selbst große Kaufhäuser Import-Adapter neben ausländischen Spielen führten. Zubehör wie der Mega Key 2 war Teil eines weitverzweigten Ökosystems, zu dem auch der Mega Converter sowie das Action Replay gehörten, welche ebenfalls Funktionen zur Umgehung regionaler Sperren boten.
Datenblatt
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