Resistance: Fall of Man
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Ein in Japan als Teil des PlayStation 3-Launch-Lineups veröffentlichter Ego-Shooter, der als das westliche Flaggschiff der Konsole fungierte.
Beschreibung
Resistance: Fall of Man spielt in einem alternativen Jahr 1951, einer Welt, in der der Zweite Weltkrieg nie stattfand und die Menschheit stattdessen vor der Auslöschung durch die Chimera steht, einer außerirdischen Spezies, die sich von Russland aus nach Westen ausbreitet. Spieler schlüpfen in die Rolle von Nathan Hale, einem U.S. Army Ranger, der sich den britischen Streitkräften in einem verzweifelten Kampf gegen die Invasion auf britischem Boden anschließt. Thematisch verwebt das Spiel Paranoia des Kalten Krieges mit Pulp-Science-Fiction und Body-Horror und zeichnet ein Bild menschlicher Zerbrechlichkeit gegenüber überlegener Alien-Technologie. Die zerfallenen Kathedralen, nebelverhangenen Städte und Industrielandschaften des Nachkriegs-Großbritanniens unterstreichen das Gefühl der Hoffnungslosigkeit, während die grotesken Mutationen der Chimera Ängste vor Infektion und Identitätsverlust widerspiegeln.
Als Launch-Titel wurde Resistance konzipiert, um die technischen Möglichkeiten der PlayStation 3 zu demonstrieren. Insomniac nutzte den Cell-Prozessor, um groß angelegte Schlachten mit Dutzenden von Gegnern, fortschrittlicher Physik und zerstörbarer Umgebung darzustellen. Das Waffendesign, ein Markenzeichen des Studios, kombinierte bodenständige Militärfeuerwaffen mit Alien-Technologie. Das Bullseye-Gewehr ermöglichte es Spielern, Gegner zu markieren, damit Projektile ihr Ziel suchten, während die Auger Energiekugeln abfeuerte, die durch Wände drangen und so taktisches Denken in drei Dimensionen erforderten. Diese Mechaniken verdeutlichten die Fähigkeit der PS3, komplexe Projektilphysik und KI-Verhaltensweisen zu bewältigen.
Das Spiel demonstrierte zudem die Netzwerkinfrastruktur der Konsole und unterstützte Online-Multiplayer-Matches mit bis zu vierzig Spielern – eine für das Jahr 2006 beachtliche Größenordnung. Dieses Ausmaß positionierte Resistance sowohl als technisches Aushängeschild als auch als Versuch, das westliche FPS-Genre in Japan zu etablieren, wo es historisch weniger präsent war. Zusammen mit nationalen Titeln wie Ridge Racer 7 und Genji unterstrich Resistance Sonys Bestreben, das Angebot der PlayStation 3 vom ersten Tag an zu globalisieren.
Im Westen wurde Resistance weithin als der herausragende Launch-Titel der PlayStation 3 gefeiert und für sein innovatives Waffendesign, das atmosphärische Setting der alternativen Zeitlinie und den ambitionierten 40-Spieler-Modus gelobt. Der Online-Modus sprengte damalige Grenzen und funktioniert selbst aus heutiger Sicht überraschend gut. Im Osten fiel die Resonanz erwartungsgemäß zurückhaltender aus; die unterentwickelte Erzählstruktur und die flachen Charaktere festigten damals die traditionellen Vorurteile über die Unterschiede zwischen östlichen und westlichen Spielerfahrungen.
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