Mega CD 2
メガCD 2Ein Add-on für das Mega Drive, das die Konsole durch CD-ROM-Technologie erweiterte. Diese zweite Hardware-Revision optimierte das Gehäuse, senkte die Herstellungskosten und sorgte für eine stimmigere optische Einheit mit dem Mega Drive 2.
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Beschreibung
Das Mega CD 2 erweiterte das Mega Drive um einen schnelleren 12,5 MHz 16-Bit-Prozessor, zusätzlichen Arbeitsspeicher und die Möglichkeit, Audio-CDs sowie CD-ROM-Spiele abzuspielen. Die enorme Speicherkapazität gegenüber herkömmlichen Modulen ermöglichte Full-Motion-Video-Sequenzen, Soundtracks in CD-Qualität und deutlich komplexere Spieldaten. Da das System für die Grafikberechnung weiterhin auf die Hardware des Mega Drive angewiesen war, fielen die visuellen Verbesserungen jedoch eher moderat aus.
- CPU: Motorola M68000 (12,5 MHz) – verdoppelt die Taktfrequenz des Mega Drive
- Grafik-Engine: Übernahme der Mega Drive-Spezifikationen mit zusätzlichen Sprite-Rotationen und Skalierung
- Sound-Hardware: 16-Bit D/A-Wandler, PCM + CD-Sound-Mixing
- RAM: 6Mbit Hauptspeicher, 512Kbit Sound-RAM, 128Kbit Disc-Cache, 64Kbit Backup-Speicher
- Boot-ROM: 1 Mbit – BIOS mit integrierter CD-Player-Software
Das ursprüngliche Mega-CD wurde unter der Konsole platziert, was ihr ein wuchtiges, gestapeltes Aussehen verlieh. Das Mega CD 2 hingegen wird an der rechten Seite des Mega Drive angebracht; es nutzt ein Front-Lade-Laufwerk und ein kompakteres, eleganteres Gehäuse. Dies verbesserte die Unterbringung in heimischen Unterhaltungssystemen erheblich. Technisch war das Mega CD 2 identisch zum Vorgängermodell – die Überarbeitung zielte primär auf Kosteneffizienz und Benutzerfreundlichkeit ab. Sega legte zudem ein neues Mischkabel bei, um die Audioverbindung zwischen der Konsole und dem Add-on zu vereinfachen, was einen häufigen Kritikpunkt des Erstmodells behob.
Das CD-Format bot eine zwiespältige Erfahrung. Einerseits entstanden ambitionierte Titel wie Lunar: The Silver Star und Snatcher, die den Speicherplatz nutzten, um tiefgreifende Erzählungen, Sprachausgabe und atmosphärische Musik zu transportieren. Andererseits wurde das System berüchtigt für seine Abhängigkeit von FMV-Spielen (Full-Motion Video), die zwar die Neuheit der Videowiedergabe zur Schau stellten, spielerisch jedoch oft an Tiefe vermissen ließen.
Kommerziell blieb das Mega CD 2 hinter den Erwartungen zurück. Der hohe Preis, die begrenzten grafischen Fortschritte und der Fokus auf spielerisch schwache FMV-Titel verhinderten den breiten Erfolg. Rückblickend betrachtet waren diese frühen CD-Systeme eine Übergangsphase, die zwar eine futuristische Multimedia-Präsentation lieferten, jedoch ohne die notwendigen Rechenleistungen oder einen klaren Weg für das Spieldesign auskamen.
Datenblatt
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