Controller
Das originale, klobige westliche Gamepad der Sega Saturn. Ähnlich wie bei der ersten Xbox, wenn auch weniger extrem, war dieses Modell für seine sperrige, kantige Form und mangelhafte Ergonomie bekannt, bevor es durch das deutlich überlegene japanische Design ersetzt wurde.
Beschreibung
Der Controller zeichnet sich durch ein breites, kantiges Gehäuse mit ausgeprägten Griffen, ein segmentiertes Steuerkreuz, sechs Aktionstasten und zwei Schultertasten aus. Sein Design spiegelt den Versuch wider, sowohl digitale als auch aufkommende 3D-Spielkonzepte zu bedienen, was zu einem wuchtigeren Profil und einer weniger flüssigen Tastenanordnung im Vergleich zum japanischen Gegenstück führte. Das Steuerkreuz nutzt eine steife, konkave Scheibe, die insbesondere bei Kampfspielen die Präzision einschränkt, während das hohe Gewicht und die Form der Griffe damals als unhandlich empfunden wurden. Funktional ist das Eingabegerät zwar mit sämtlicher Saturn-Software kompatibel, lässt jedoch die Finesse des frühen japanischen Modells vermissen, das erst später im Westen eingeführt wurde. Die zeitgenössische Rezeption auf westlichen Märkten fiel gemischt aus: Die Langlebigkeit wurde geschätzt, während Komfort und Reaktionsverhalten Kritik ernteten. Retrospektiv bleibt er vor allem für seine Schwächen im Gedächtnis, die Sega schließlich dazu veranlassten, das japanische Design in späteren Produktionsreihen als weltweiten Standard zu etablieren. Dies erinnert an den ersten Xbox-Controller, der ebenfalls auf eine wuchtige, ‘maskuline’ Ästhetik für den Westen setzte, die ergonomisch letztlich scheiterte. Beide Beispiele verdeutlichen die Problematik, wenn idealisiertes Marketing bei der Hardware-Entwicklung über menschliche Ergonomie gestellt wird.
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