GunValkyrie
ガンヴァルキリー-
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Ein markanter, heraufordernder Third-Person-Shooter, der durch seine extrem anspruchsvolle Bewegungsmechanik in Erinnerung bleibt und als Zeugnis von Segas experimenteller Anfangszeit auf Microsofts erster Konsole dient.
Beschreibung
Gunvalkyrie entwirft eine faszinierende, alternative Steampunk-Historie des Jahres 1906, in der das Britische Empire mithilfe fortschrittlicher Alien-Technologie aus dem Halleyschen Kometen die Weltherrschaft errang. Der Titel erschien im ersten Jahr der ursprünglichen Xbox exklusiv. Ursprünglich für das Dreamcast konzipiert, wo eine ebenso kuriose wie gewagte Kombination aus Lightgun und Standard-Controller angedacht war, wanderte das Projekt nach Segas strategischer Neuausrichtung hin zum Third-Party-Publisher auf die Microsoft-Konsole. Das Spiel ist ein Relikt jener kurzen Ära, in der Segas kreativer Dreamcast-Geist auf die Xbox übersprang und Microsoft gezielt experimentelle, kompromisslose japanische Exklusivtitel sicherte, um die Hardware im Osten zu etablieren.
Das Spielerlebnis basiert fundamental auf einer der berüchtigtsten Lernkurven jener Generation. Spieler wählen zwischen den zwei Mitgliedern einer Eliteeinheit – der wendigen Kelly O’Leny oder dem durchschlagskräftigen Saburouta Mishima – um massive insektoide Horden auszulöschen. Der Fortschritt erzwingt nicht nur zielsicheres Feuer, sondern absolute Kontrolle im Luftraum. Statt klassischer Sprünge müssen Spieler die Analogsticks präzise klicken und die Trigger dosieren, um multidirektionale Boost-Dashes auszuführen. So schwebt man förmlich durch die Areale und reiht komplexe Combo-Multiplikatoren aneinander. Diese physische Beanspruchung des Controllers erinnert an die kompromisslosesten Titel der Ära und reiht das Spiel in die Riege der technisch anspruchsvollen Xbox-Kuriositäten wie den Steel Battalion-Controller ein.
Bei der Veröffentlichung spaltete Gunvalkyrie die Kritikerschaft. Während Magazine die atemberaubenden, detailverliebten Umgebungen, den treibenden elektronischen Soundtrack und die euphorische Befriedigung bei der Beherrschung der Boost-Mechaniken lobten, stießen die dualen Stick-Klicks und die obligatorischen Luftakrobatiken beim Mainstream-Publikum oft auf Unverständnis. Heute gilt das Spiel als ein missverstandener Kultklassiker: ein rein mechanisches Actionspiel, das sich weigerte, seine Vision dem Massenmarkt anzupassen.
Datenblatt
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