Bubsy in: Claws Encounters of the Furred Kind
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Instruction Manual
Ein Musterbeispiel der frühen 90er-Maskottchen-Kultur, geprägt von rasantem Gameplay und massivem Marketing-Hype. Beeindruckend durch Animationen und Sprachausgabe, aber berüchtigt für das gnadenlose Ein-Treffer-System und eine schwammige Steuerung. Dieses Exemplar ist besonders wertvoll, da es aus der ursprünglichen, von Mattel vertriebenen Auflage stammt.
Beschreibung
Bubsy in: Claws Encounters of the Furred Kind ist ein hochkarätiger 16-Bit-Platformer, der während der Ära der großen Maskottchen-Plattformer in den frühen 90ern massiv beworben wurde. Die Geschichte folgt dem vorlauten Rotluchs Bubsy, der versucht, den weltweiten Vorrat an Wollknäueln aus den Fängen einer außerirdischen Invasoren-Rasse, den sogenannten Woolies, zu befreien. Das Spiel bietet 16 weitläufige Level, verteilt auf fünf abwechslungsreiche Welten wie Wälder, Jahrmärkte und Wüsten. Es definiert sich durch den Versuch, die Brücke zwischen der präzisen Sprungmechanik der Super Mario-Reihe und dem rasanten Momentum von Sonic the Hedgehog zu schlagen, wobei es durch den Fokus auf hohe Geschwindigkeiten und vertikale Abschnitte deutlich stärker in Richtung Letzterem tendiert.
Das Gameplay basiert auf Bubsys Speed und seiner einzigartigen Gleitfähigkeit, mit der er weite Abgründe überwindet und Stürze überlebt, die sonst tödlich wären. Die SNES-Version glänzte seinerzeit durch flüssige Animationen und den Einsatz digitalisierter Sprachausgabe, inklusive Bubsys legendärem Spruch: ‘What could possibly go wrong?’. Doch Vorsicht: Das Spiel ist knallhart! Dank des gnadenlosen Ein-Treffer-Systems führt jede Berührung mit einem Gegner oder einer Gefahr sofort zum Lebensverlust, was das Spielerlebnis deutlich frustrierender macht als bei der Konkurrenz. Das Leveldesign lädt zwar zur Erkundung ein, doch die ‘schwammige’ Physik und das hohe Tempo führen oft zu unfreiwilligen Zusammenstößen mit Gegnern, die noch gar nicht im Bild waren.
Auf dem australischen Markt wurde das Spiel von einer aggressiven Werbekampagne flankiert – inklusive TV-Spots, Auftritten in Kinderspielshows und massiver Präsenz in lokalen Magazinen. Die zeitgenössische Kritik in Australien war weitestgehend positiv: Das Nintendo Magazine System Australia (NMS) vergab 79 % und lobte die lebendige Grafik sowie den Umfang, wies aber auch auf die extremen Schwierigkeitsspitzen hin. Auch das Hyper-Magazin feierte Bubsy als ernsthaften neuen Anwärter im Genre. Dieses spezifische Exemplar (SNSP-UY-AUS) ist zudem ein historisches Dokument, da es aus dem letzten Jahr des Vertriebs durch Mattel stammt, bevor die Partnerschaft mit Nintendo endete und spätere Auflagen (SNSP-UY-AUS-1) mit leichten Verpackungsvariationen auf den Markt kamen.
Auch wenn moderne Spieler heute oft die unpräzise Kollisionsabfrage und den hohen Schwierigkeitsgrad kritisieren, bleibt Bubsy ein Paradebeispiel für die Maskottchen-Manie der frühen 90er. Es steht sinnbildlich für eine Ära, in der Publisher händeringend nach eigenen Ikonen suchten – genau wie Spot oder Earthworm Jim.
Datenblatt
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