Biohazard Operation Raccoon City
バイオハザード オペレーション・ラクーンシティ-
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Eine Neuinterpretation des Raccoon-City-Ausbruchs als Squad-Shooter, in dem Spieler als Umbrella-Agenten oder U.S. Spec Ops in einem nicht-kanonischen Konflikt zwischen kooperativem und kompetitivem Gameplay agieren.
Beschreibung
Biohazard Operation Raccoon City ist ein eigenwilliges Spin-off aus Capcoms legendärer Survival-Horror-Reihe. Im Gegensatz zu den klassischen Hauptteilen setzt dieser Ableger konsequent auf team-basiertes Third-Person-Shooter-Gameplay mit Fokus auf kooperative Einsätze und kompetitive Online-Gefechte. Entwickelt wurde der Titel in einer Kooperation zwischen Capcom und dem kanadischen Studio Slant Six Games, das vor allem durch die SOCOM-Reihe bekannt wurde. Das Ziel war es, taktisch orientierte Shooter-Fans zu gewinnen und gleichzeitig das Biohazard-Universum zu erweitern.
Die Handlung findet zeitgleich mit den Ereignissen von Biohazard 2 und Biohazard 3: Last Escape statt, entfernt sich jedoch bewusst vom etablierten Kanon. Als Teil der „Wolfpack“-Einheit des Umbrella Security Service (U.S.S.) haben die Spieler die Aufgabe, Beweise für Umbrellas Verwicklung in den T-Virus-Ausbruch zu vernichten und Überlebende auszuschalten. Ihnen gegenüber stehen die Spec-Ops-Teams der US-Regierung, deren Mission die Sicherung von Daten und der Schutz von Zivilisten ist. Dies führt zu einem dreiseitigen Konflikt zwischen Umbrella-Agenten, Regierungseinheiten und den infizierten Horden, die Raccoon City überrennen.
Die Kampagne bietet Einsätze aus beiden Perspektiven. Die sechs wählbaren U.S.S.-Charaktere verfügen über einzigartige Fähigkeiten wie Tarnung, Expertise für Sprengstoffe oder medizinische Unterstützung. Bekannte Ikonen wie Leon S. Kennedy, Claire Redfield, Jill Valentine, Ada Wong und Nemesis haben Gastauftritte. Da das Spiel „Was-wäre-wenn“-Szenarien ermöglicht – etwa die Option, Leon zu eliminieren –, bricht es spielerisch mit den festgeschriebenen Ereignissen der Serie.
Das Gameplay legt den Schwerpunkt auf Deckungssysteme, Squad-Taktiken und Klassenfähigkeiten, spielbar in einem Koop-Modus für bis zu vier Personen. In den kompetitiven Multiplayer-Modi kämpfen U.S.S. und Spec Ops gegeneinander, während sie sich gleichzeitig gegen Zombies und Bio-Organic Weapons (B.O.W.s) zur Wehr setzen müssen. Dieser hybride Ansatz aus PvP und PvE sollte den Titel von gängigen Shootern abheben.
Trotz des interessanten Konzepts und des Multiplayer-Potenzials litt der Titel unter schwacher KI, repetitivem Missionsdesign und technischen Mängeln. Auch die Abkehr vom klassischen Survival-Horror-Ton stieß bei der Fangemeinde auf geteiltes Echo. Dennoch verkaufte sich das Spiel mit weltweit über 2 Millionen Exemplaren beachtlich, was die ungebrochene Strahlkraft der Marke unterstreicht.
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