GT Racers
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Ein PAL-exklusiver Budget-Racer, berühmt für seine nicht lizenzierten Sportwagen-Imitate und die rätselhafte Fixierung auf die Bumper-Kamera. Dieses Exemplar wurde in einer Standardhülle geliefert und weist möglicherweise ein Ersatz-Cover auf; die Disc ist ein Original.
Beschreibung
GT Racers markierte eine deutliche Abkehr von der Draufsicht des gleichnamigen Game Boy Advance-Titels und versuchte stattdessen, ein vollständiges 3D-Arcade-Rennerlebnis auf die PlayStation 2 zu bringen. Entwickelt vom britischen Studio Aqua Pacific, erschien dieser Titel als preisgünstiger Beitrag in einem Markt, der von hochglanzpolierten Simulationen dominiert wurde. Er bleibt ein eigenwilliges Werk, das sich von den komplexen Tuning-Mechaniken und Lizenzzwängen der Schwergewichte der sechsten Generation wie Gran Turismo distanzierte und stattdessen auf ein zugängliches Spielprinzip setzte – ganz im Stile jener Ära, in der Budget-Titel die Regale der PAL-Region füllten.
Das Spielgeschehen findet in fünf Weltmetropolen statt: London, New York, Rom, Tokio und Paris. Jede Stadt bietet zwei unterschiedliche Streckenlayouts – eine bei Tag und eine bei Nacht –, was insgesamt zehn Kurse ergibt. Ein bemerkenswertes Merkmal ist der Fuhrpark von elf Fahrzeugen, die zwar technisch gesehen ohne Lizenz auskommen, jedoch unverkennbar realen Vorbildern wie der Dodge Viper GTS, dem Bugatti EB110 oder dem Honda NSX nachempfunden sind. Die Struktur basiert auf einem gestuften Meisterschaftsmodus, der in Bronze-, Silber- und Gold-Cups unterteilt ist; hier müssen Spieler unter den ersten drei landen, um neue Fahrzeug-Decals und leistungsstärkere Boliden wie den ‘Imperiale’ freizuschalten.
Unter der Haube nutzt das Spiel die RenderWare-Engine, die es dem Team ermöglichte, trotz der Budgetbeschränkungen eine flüssige Bildrate und saubere Fahrzeugmodelle beizubehalten. Ein großes Hindernis und häufiger Kritikpunkt war die starre Kameraführung: Entgegen den Angaben im Handbuch zwang das Spiel die Nutzer in eine Bumper-Cam-Perspektive. Dies war ein bemerkenswerter technischer Kompromiss, da Third-Person-Modelle für die Autos existierten – sichtbar bei Unfällen oder im Rückspiegel –, aber für das reguläre Fahren zugunsten der Performance oder Entlastung der Engine deaktiviert wurden. Während das Geschwindigkeitsgefühl für eine Low-Budget-Produktion respektabel war, blieb die KI-Pfadfindung rudimentär; die computergesteuerten Kontrahenten hielten starr an einer einzigen Ideallinie fest, völlig ungeachtet der Position des Spielers.
Das Spiel stieß auf verhaltene Resonanz und wurde von der Fachpresse als zweckmäßiger Budget-Titel eingeordnet. Tester lobten das direkte Fahrverhalten und die abwechslungsreichen städtischen Schauplätze, merkten jedoch an, dass die fehlende Third-Person-Perspektive und das repetitive Streckendesign den Langzeitspaß schmälerten. Die Veröffentlichung blieb fast ausschließlich auf Europa und Australien beschränkt und erschien nie in der NTSC-U-Region, was den Fokus von Oxygen Interactive auf den europäischen Markt für erschwingliche Massensoftware unterstreicht. Rückblickend ist es ein funktionaler, wenn auch unorigineller Racer, der die Ära der Klone und Lookalikes der mittleren PlayStation 2-Lebensphase dokumentiert.
Datenblatt
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