My Hero
青春スキャンダル-
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Ein Side-Scrolling-Brawler mit einer linearen Rettungsgeschichte durch kontrastreiche urbane und fantastische Umgebungen. Als rudimentäre Umsetzung von Seishun Scandal diente das Spiel als frühe Demonstration für das Sega Master System, hatte jedoch Schwierigkeiten, die fordernde Arcade-Strenge in ein befriedigendes Erlebnis für zu Hause zu übersetzen.
Beschreibung
In My Hero schlüpft der Spieler in die Rolle eines Protagonisten, der einen Bandenführer jagt, um seine entführte Freundin zu retten. Die Verfolgung führt durch städtische Straßen, prähistorische Landschaften und futuristische Szenarien. Jeder Abschnitt erfordert stetiges Vorwärtskommen, während Gegner von beiden Seiten des Bildschirms auftauchen, bis am Ende eines jeden Bereichs ein Boss wartet. Das Spiel übernimmt die Grundstruktur der Arcade-Vorlage Seishun Scandal, reduziert jedoch die visuelle Komplexität für die Heimkonsole. Stil und Erzählweise orientieren sich an den Sukeban- und „Delinquent“-Tropen, die in den 1980er Jahren in japanischen Mangas und Filmen populär waren. Dieser „Rette das Mädchen“-Ansatz wurde später durch erfolgreichere Titel wie Double Dragon und Renegade verfeinert und popularisiert, wodurch My Hero heute eher als ein früher, rudimentärer Vorläufer in der Entwicklung des Beat-’em-up-Genres gilt.
Das Gameplay ist bemerkenswert simpel und besteht aus einfachen Schlägen und Tritten, die sich über drei wiederholende Phasen (Stadt, Insel und Zukunft) erstrecken. Die Mechanik basiert auf einem One-Hit-System: Jeder Kontakt mit einem Gegner oder Projektil führt sofort zum Verlust eines Lebens. Der Spieler nutzt einfache Schläge oder Sprungtritte, um sich den Weg freizumachen, wobei präzises Timing aufgrund der steifen Charaktersteuerung unerlässlich ist. Die Abschnitte wiederholen sich in einer Endlosschleife mit steigender Geschwindigkeit und Gegnerdichte. Ein Zwei-Spieler-Modus erlaubt den abwechselnden Spielfluss nach dem Verlust eines Lebens.
My Hero wird oft ungünstig mit Irems Kung-Fu Master verglichen. Zwar erlaubte die Hardware des Master Systems größere und farbenfrohere Sprites als das NES, doch litt die Umsetzung unter deutlichen grafischen Abstrichen im Vergleich zum Arcade-Original auf dem Sega System 1. Zeitgenössische Kritiker bemängelten die repetitiven Level und den hohen Schwierigkeitsgrad. Zudem wurde das Spiel für das bei vielen Gegnern auftretende Grafikflackern kritisiert. Rückblickend betrachtet ist es ein früher Lückenfüller: Für einen Wochenend-Verleih in den 1980ern durchaus vertretbar, fehlte es ihm jedoch an der Tiefe und dem Feinschliff späterer 8-Bit-Meilensteine von Sega wie Alex Kidd oder Shinobi.
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