Chrono Cross
クロノ・クロス-
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Der Zenit von Squares technischem und kreativem RPG-Schaffen auf der PlayStation, definiert durch sein raffiniertes Element-Kampfsystem, verzweigte Erzählpfade und einen akustisch brillanten Soundtrack, der Maßstäbe im Genre setzt. Auch wenn es spielerisch kaum Gemeinsamkeiten mit Chrono Trigger aufweist, reizte es die Hardware der PlayStation voll aus, um eine dichte, visuell atemberaubende Welt zum Leben zu erwecken.
Beschreibung
Chrono Cross ist ein bildgewaltiges Rollenspiel-Epos, das von Square als geistiger Nachfolger des 1995er Super Famicom-Meilensteins Chrono Trigger entwickelt wurde. Unter der Regie von Masato Kato und untermalt von Yasunori Mitsudas legendärem Soundtrack, entfaltet das Spiel eine packende Geschichte um parallele Dimensionen – das ‘Home World’ und das ‘Another World’. Die Handlung folgt dem Protagonisten Serge, der in eine alternative Realität gezogen wird, in der er bereits als Kind vor zehn Jahren ums Leben kam. Das Spiel beeindruckt mit einem gigantischen Kader von über 40 rekrutierbaren Charakteren und einer thematischen Neuausrichtung: Statt klassischer Zeitreisen steht hier das Springen zwischen Dimensionen im Fokus.
Als Chrono Cross auf dem technischen Höhepunkt der PlayStation erschien, galt es sofort als einer der visuell beeindruckendsten Titel für die Konsole. Es nutzt eine meisterhafte Kombination aus hochdetaillierten, vorgerenderten Hintergründen und polygonstarken 3D-Modellen, deren flüssige Animationen für RPGs der damaligen Zeit absolut wegweisend waren. Das ästhetische Design bricht radikal mit den Steampunk- und Cyberpunk-Konventionen der späten 90er-Jahre-Square-Titel und setzt stattdessen auf eine lebendige, tropische Farbpalette, inspiriert von mediterranen und karibischen Landschaften. Die Engine ermöglicht zudem nahtlose Übergänge zwischen Erkundung und Kampf, wodurch die lästigen Ladezeiten der typischen ‘Battle Screens’ früherer 32-Bit-Titel der Vergangenheit angehören.
Das Kampfsystem von Chrono Cross lässt althergebrachte Magiepunkte (MP) und Zufallskämpfe hinter sich und setzt stattdessen auf sichtbare Gegner und ein einzigartiges Element-Gitter. Jeder Zauber, jeder Gegenstand und jede Spezialfähigkeit ist als ‘Element’ mit einer Farbe (Rot, Blau, Gelb, Grün, Weiß oder Schwarz) kategorisiert, die auf elementaren Stärken und Schwächen basiert. Spieler müssen eine Ausdauerleiste (Stamina) verwalten, um Angriffe verschiedener Präzision und Stärke auszuführen, was wiederum das Wirken von Elementen aus einem vorkonfigurierten Raster ermöglicht. Eine strategische Tiefe bietet dabei der ‘Field Effect’ – ein farbcodierter Indikator, der die letzten drei im Kampf gewirkten Elemente verfolgt. Füllt man das Spielfeld mit einer einzigen Farbe, wird die Kraft dieses Elements massiv verstärkt und mächtige ‘Beschwörungen’ werden freigeschaltet.
Chrono Cross wurde von der Fachpresse gefeiert und in die erste Garde der JRPGs neben Kaliber wie Vagrant Story und Final Fantasy IX erhoben. Kommerziell war das Spiel in Japan mit rund 850.000 verkauften Einheiten ein großer Erfolg. Dennoch blieb der Titel in der harten Fanbasis von Chrono Trigger umstritten. Während die experimentelle Narrative und die spielerische Freiheit gelobt wurden, sorgten die Abkehr von klassischen Zeitreise-Mechaniken und die oft flache Charakterentwicklung innerhalb des riesigen Ensembles für Kritik. Mit der Zeit hat das japanische Publikum das Spiel jedoch als eigenständiges Meisterwerk ins Herz geschlossen, das bis heute für einen der technisch und musikalisch anspruchsvollsten Soundtracks der gesamten PlayStation-Bibliothek verehrt wird.
Datenblatt
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