Genji: Kamui Sōran
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Ein technisch ambitioniertes Action-Adventure zum PS3-Launch, das im feudalen Japan angesiedelt ist. Das Spiel überträgt das stilvolle Kampfsystem von Game Republic in die Ära der Hochauflösung, verfeinert die Multi-Charakter-Actionformel und liefert eine üppige, cineastische Neuerzählung japanischer Folklore.
Beschreibung
Genji: Kamui Sōran, im Westen unter dem Titel Genji: Days of the Blade bekannt, markierte den Startschuss für die PlayStation 3 in Japan und fungiert als direkter Nachfolger des 2005 erschienenen PS2-Titels Genji: Dawn of the Samurai. Drei Jahre nach den Ereignissen des Erstlings setzt das Spiel die fiktionalisierte Version des historischen Konflikts zwischen den Clans der Genji und Heishi während des Genpei-Krieges fort. Die Geschichte folgt dem legendären Krieger Minamoto no Yoshitsune und seinem Gefährten Benkei, die sich einer wiederauferstandenen Heishi-Armee gegenübersehen, welche durch unheilige, magische Mächte verstärkt wurde. Dieser Teil erweitert das spielbare Ensemble auf vier Charaktere: Die Priesterin Shizuka und der Lanzenkämpfer Lord Buson ergänzen das Duo und führen die für die Serie typische Verbindung aus Historiendrama und übernatürlicher Fantasy fort. Als technisches Aushängeschild für die anfänglichen Kapazitäten der PlayStation 3 sollte Kamui Sōran den RSX-Grafikprozessor nutzen, um Effekte zu liefern, die damals als Next-Gen galten. Die Serie verließ die starren, begrenzten Areale des PS2-Vorgängers zugunsten weitläufigerer, belebter Schlachtfelder, um die Fähigkeit der Hardware zur Darstellung hunderter Einheiten gleichzeitig zu demonstrieren. Mit höher auflösenden Texturen, komplexen Partikeleffekten für Feuer und Wasser sowie der Einbindung der SIXAXIS-Bewegungssteuerung für Ausweichmanöver setzte es klare optische Akzente. Das Kerngameplay entwickelt das Kamui-System weiter, eine cineastische Kontermechanik, die es Spielern erlaubt, die Zeit zu verlangsamen und durch präzise Tasteneingaben tödliche Schläge auszuführen. Die bedeutendste Neuerung ist das Echtzeit-Charakterwechselsystem, bei dem Spieler mitten im Kampf zwischen den vier Protagonisten wechseln können, um individuelle Combos zu verketten. Ergänzt wird dies durch die Möglichkeit, während des Gefechts zwischen Primär- und Sekundärwaffen zu wählen, um auf unterschiedliche Gegnertypen zu reagieren. Genji: Kamui Sōran wurde von der Kritik respektvoll, aber vorsichtig aufgenommen. Während das visuelle Upgrade und die neuen Charaktere Anerkennung fanden, standen Kritikpunkte wie die repetitive Missionsstruktur und die persistenten Probleme mit den festen Kamerawinkeln im Raum. Kommerziell war der Erfolg an die limitierte Startmenge der PlayStation 3 in Japan gebunden; das Spiel gehörte in der Erscheinungswoche zu den meistverkauften Titeln, konnte jedoch nicht an die kulturelle Resonanz des Vorgängers anknüpfen. Japanische Kritiker lobten die authentische Ästhetik der Heian-Zeit und die hochwertige Sprachausgabe, merkten jedoch an, dass sich der Titel eher wie eine Brücke zwischen den Generationen als wie eine Revolution des Action-Genres anfühlte.
Datenblatt
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