FIFA 15
Eine Fußballsimulation, die durch die Ignite-Engine den Realismus in den Vordergrund rückte. Bekannt für die voll lizensierte Premier-League-Präsentation, verbesserte Torhüter-KI und neue Ultimate-Team-Funktionen, markierte der Titel zugleich das Ende des Supports für diverse Legacy-Plattformen.
Beschreibung
FIFA 15 erschien im September 2014 als zweiundzwanzigster Teil der Reihe. Der Titel markierte einen Wendepunkt, da er als erstes FIFA die Ignite-Engine auf den PC brachte und diesen somit technisch mit den Versionen für PlayStation 4 und Xbox One auf eine Stufe stellte, nachdem die PC-Fassung von FIFA 14 noch auf einem veralteten Grundgerüst basierte. Spieler am PC erlebten damit erstmals dieselbe Physik, Optik und Spielmechanik wie auf den Konsolen der neuen Generation. Ein zentrales Aushängeschild war die vollständige Lizenzierung der Premier League. Alle 20 Vereine wurden mit authentischen Trikots, originalgetreuen Spielergesichtern und Stadien wie Anfield, Old Trafford und Stamford Bridge nachgebildet. Übertragungs-Overlays und stadionspezifische Fangesänge sorgten für eine beispiellose Inszenierung des englischen Fußballs. Gameplay-seitig stand der Fokus auf Realismus und Emotionen. Die Torhüter wurden unter dem Schlagwort „Next Gen Goalkeepers“ komplett überarbeitet, was sich in neuen Animationen, verbessertem Stellungsspiel und variableren Reaktionen äußerte. Spielermodelle zeigten nun sichtbare Emotionen und reagierten mit realistischeren Gesten auf vergebene Chancen, Fouls oder Treffer. Das Physiksystem wurde um naturgetreueren Ball-Drall, Rasenabnutzung und das Ziehen am Trikot bei Zweikämpfen erweitert. Ultimate Team, der populärste Modus der Serie, führte Konzept-Kader ein, um Aufstellungen mit der gesamten Datenbank zu planen, sowie Leihspieler, wodurch Stars wie Lionel Messi für eine begrenzte Anzahl an Partien verpflichtet werden konnten. Auf Xbox-Plattformen wurden neue Legenden wie Franz Beckenbauer, Roberto Carlos und Peter Schmeichel ergänzt. Der Karrieremodus erhielt Optimierungen beim Scouting und der Spielerentwicklung, während das audiovisuelle Erlebnis durch frische Kommentarzeilen von Martin Tyler und Alan Smith sowie Clive Tyldesley und Andy Townsend für Länderspiele abgerundet wurde. Der Soundtrack blieb der Tradition treu und bot eine eklektische Auswahl internationaler Künstler. Die Fachpresse nahm den Titel positiv auf, insbesondere wegen der Authentizität der Premier-League-Präsentation und der visuellen Brillanz der Ignite-Engine. Dennoch wurden vereinzelt Probleme mit dem Balancing in Ultimate Team und kleinere Bugs, vor allem auf dem PC, moniert. Kommerziell erwies sich das Spiel als großer Erfolg, festigte die Vormachtstellung gegenüber Pro Evolution Soccer und zementierte den Übergang auf die neue Hardwaregeneration. Gleichzeitig bedeutete es den Abschied von Plattformen wie Wii, Vita und 3DS und beendete damit ein Kapitel in der plattformübergreifenden Geschichte des Franchise.
Datenblatt
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