Road & Track Presents: The Need for Speed
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Der wegweisende Rennspiel-Hit von 1996, der die technische Expertise des Road & Track-Magazins mit temporeichen Verfolgungsjagden verband und den Goldstandard für automobilen Realismus auf frühen 3D-Konsolen setzte. Diese Saturn-Version ist eine technisch solide, inhaltlich dichte Portierung, die eine präzise steuerbare und performante Simulation der Supercar-Kultur bietet.
Beschreibung
Road & Track Presents: The Need for Speed auf dem Saturn ist ein faszinierendes Zeugnis der 32-Bit-Konsolenkriege. Relativ spät veröffentlicht, basierte diese Fassung auf der DOS-Version, welche wiederum ein Update des 3DO-Originals darstellte. Die Saturn-Portierung legte den Fokus auf technische Stabilität und bot das seinerzeit umfangreichste Erlebnis. Es gelang den Entwicklern beachtlich, die komplexe, simulationslastige Physik auf eine Plattform zu übertragen, die bei Multi-Plattform-3D-Racern oft zu kämpfen hatte.
Das Spiel ist berühmt für seine langen Punkt-zu-Punkt-Etappen auf offenen Straßen, die durch detailreiche Umgebungen wie die Küsten- und Alpenstrecken führen. Die Saturn-Version zielt auf eine Bildrate von 30 fps ab – doppelt so viel wie auf dem 3DO – und bietet ein deutlich konsistenteres Spielgefühl ohne die Einbrüche, unter denen frühere 3D-Titel auf dieser Hardware litten. Die Atmosphäre wird durch die Cockpit-Perspektive mit voll funktionsfähigen Armaturenbrettern und die sogenannten Showcase-FMVs vertieft, die es erlauben, die technischen Daten von 90er-Jahre-Ikonen wie dem Ferrari 512tr und dem Lamborghini Diablo im Detail zu studieren.
Diese Version zeichnete sich durch die Unterstützung von Tag- und Nacht-Szenarien sowie die Kompatibilität mit dem Racing Wheel aus, was eine analoge Präzision ermöglichte, die auf den engen, kurvigen Straßen einen entscheidenden Unterschied machte. Da die Hardware des Saturn für 3D-Transparenzeffekte berüchtigt schwierig zu programmieren war, sind technische Kompromisse wie die Raster-Dither-Transparenz bei Rauch und Glas sichtbar. Dennoch bevorzugten viele Spieler das Beleuchtungsmodell des Saturn sowie die Darstellung entfernter Horizonte, die weniger zu Textur-Verzerrungen neigten als bei der Konkurrenz. Die PlayStation-Version ist zwar etwas vollständiger und baut auf der Saturn-Basis auf, verzichtet dabei jedoch auf einige der technischen Eigenheiten. Letztendlich bleibt jedoch die PC Special Edition für Windows und DOS die historisch akkurate, definitive Fassung, mit der ich die meiste Zeit verbracht habe.
Als der Titel auf dem Saturn erschien, lobten Kritiker vor allem die neuen Rundkurse und den Turniermodus, der für eine sinnvolle spielerische Progression sorgte. Trotz der späten Veröffentlichung wurde das Spiel als qualitativ hochwertiger Port gefeiert, der sich keineswegs wie eine abgespeckte Notlösung anfühlte. Rückblickend bewies Electronic Arts, dass die Konsole eine datenbasierte High-Fidelity-Simulation ebenso souverän handhaben konnte wie einen klassischen Arcade-Brawler.
Datenblatt
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