Star Wars: Episode III – Revenge of the Sith
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Eine erstaunlich robuste Filmadaption, die für ihr tiefgründiges Lichtschwert-Kampfsystem, den dedizierten Multiplayer-Duellmodus und ein berüchtigtes alternatives Ende, das Fans die Filmgeschichte umschreiben ließ, in Erinnerung bleibt.
Beschreibung
Star Wars: Episode III – Revenge of the Sith erschien seinerzeit berüchtigt zwei Wochen vor dem Kinostart und nahm eifrigen Fans damit die Spannung. Der Titel fängt die dunkle, tragische Tonalität des Höhepunkts der Prequel-Trilogie ein und verfolgt dabei einen Designansatz, der die Shooter-Mechaniken von Battlefront oder die RPG-Tiefe von Knights of the Old Republic zugunsten einer geradlinigen Hack-and-Slash-Erfahrung aufgibt. Stark inspiriert vom Erfolg der Lord of the Rings-Filmadaptionen von EA, konzentriert sich das Spiel auf spektakuläre Nahkampfchoreografien und zugängliche Machtfantasien und markiert damit einen definierten Action-Titel der reifen Ära der PlayStation 2.
Das Spielprinzip basiert auf einer dualen Erzählstruktur, bei der man abwechselnd als Anakin Skywalker und Obi-Wan Kenobi Droidenarmeen, Separatisten und letztlich den Jedi-Orden bekämpft. Der Kern des Fortschritts stützt sich auf ein befriedigendes Erfahrungspunktsystem: Durch das Besiegen von Gegnern und das Finden versteckter Holocrons lassen sich spezifische Machtfähigkeiten – wie Obi-Wans Gedankenkontrolle oder Anakins Machtgriff – verbessern sowie zunehmend komplexe Lichtschwert-Kombos freischalten. Ein herausragendes Merkmal ist der überraschend kompetente 1-gegen-1-Kampfmodus, der es zwei Spielern ermöglicht, in legendären Arenen mit einem Roster freischaltbarer Charaktere wie General Grievous, Mace Windu und Darth Vader anzutreten. Historisch bemerkenswert ist zudem eine Bonus-Mission, die getriggert wird, wenn der Spieler das finale Duell als Anakin gewinnt, was zu einer alternativen Zeitlinie führt, in der er Imperator Palpatine besiegt und die Galaxis für sich beansprucht.
Die Entwicklung zeichnete sich durch eine beispiellose Zusammenarbeit mit den Filmemachern aus. Ein wesentliches Merkmal ist die Kampfanimation; LucasArts engagierte Nick Gillard, den leitenden Stuntkoordinator des Films, um die Lichtschwertangriffe via Motion-Capture einzufangen. Dies verlieh dem Kampf ein authentisches, flüssiges Rhythmusgefühl, das nahtlos zwischen Paraden und schweren Angriffen wechselt und innerhalb der Hardware-Grenzen der PS2 solide läuft. Dennoch litt der Titel unter technischen Unzulänglichkeiten beim festen Kamerasystem, das in größeren Gefechten oft die Sicht auf Gegner versperrte, sowie unter der starken Abhängigkeit von komprimierten FMV-Sequenzen (Full Motion Video), die direkt aus dem unfertigen Filmmaterial stammten und teils unter mangelhafter Bildqualität sowie unausgewogener Tonabmischung litten.
Bei Erscheinen erhielt das Spiel überwiegend positive Kritiken und galt als eine der mechanisch kompetentesten Filmadaptionen auf dem Markt. Fachmagazine lobten die viszerale Befriedigung des Lichtschwertkampfes und den hohen Wiederspielwert des Multiplayer-Modus, kritisierten jedoch häufig die relativ kurze Kampagne von etwa fünf Stunden sowie die repetitive Natur der Standard-Droidengegner. In der Retrospektive betrachtet, stellt es einen Höhepunkt der Star-Wars-Actionspiele vor The Force Unleashed dar und bleibt bei einer Spielergeneration in Erinnerung, die unzählige Stunden damit verbrachte, das Timing der Paraden gegen Freunde in den Multiplayer-Arenen zu perfektionieren.
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