Nintendo 64
ニンテンドウ64Eine 64-Bit-Heimkonsole, die 1996 von Nintendo eingeführt wurde. Angetrieben von einer MIPS-CPU und einem Grafikchip von SGI, legte das System den Grundstein für modernes 3D-Gameplay, bot Unterstützung für vier Spieler und etablierte eine ikonische Spielebibliothek auf Modulbasis. Hierbei handelt es sich um die PAL-Variante der Konsole.
Beschreibung
Das Nintendo 64 basierte auf einem NEC VR4300-Prozessor, einer 64-Bit-RISC-CPU auf MIPS R4300i-Basis mit 93,75 MHz Taktfrequenz. Das Herzstück der Konsole war jedoch der von SGI entwickelte Reality Coprocessor (RCP) mit 62,5 MHz, der sowohl Grafik- als auch Audioaufgaben übernahm. Der RCP gliederte sich in zwei Einheiten: den Reality Signal Processor (RSP) für Geometrietransformationen und Audioverarbeitung sowie den Reality Display Processor (RDP), der Rasterisierung, Pixeloperationen und komplexe Effekte verwaltete. Diese Architektur ermöglichte Features wie Z-Buffering, Anti-Aliasing, trilineares MIP-Mapping, Environment Mapping und perspektivkorrigiertes Textur-Rendering – technische Aspekte, die das System deutlich von den Zeitgenossen abhoben.
Das System verfügte standardmäßig über 4 MB Rambus RDRAM, erweiterbar auf 8 MB mittels Expansion Pak. Die Spiele wurden auf ROM-Modulen ausgeliefert, die zwar schnelle Ladezeiten boten, aber im Vergleich zu den CD-ROMs der Konkurrenz eine limitierte Speicherkapazität aufwiesen. Nintendo experimentierte zudem mit dem 64DD, einem exklusiv in Japan veröffentlichten magnetischen Disk-Laufwerk, das beschreibbare Medien unterstützte und über den Randnet-Dienst eine Online-Konnektivität ermöglichte – ein kommerzielles Nischenprodukt.
Die Audioausgabe erfolgte in 16-Bit-Stereo bei 44,1 kHz, wobei einige Titel Dolby Pro Logic Surround Sound unterstützten. Die Videoauflösungen reichten von 256×224 bis zu 640×480 Pixeln bei einer 21-Bit-Farbpalette. Mit vier integrierten Controller-Anschlüssen forcierte Nintendo von Beginn an den lokalen Mehrspieler-Modus als Kernidentität der Konsole. Peripheriegeräte wie das Controller Pak (eine 32 KB Speicherkarte), das Rumble Pak und das Transfer Pak erweiterten die Funktionalität des Systems maßgeblich.
Datenblatt
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