Metropolis Street Racer
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Ein exklusiv für die Dreamcast veröffentlichter Renntitel, der für seine Zeit neue Maßstäbe im Bereich Realismus setzte. Kern des Erlebnisses ist das Kudos-System, das einen stilvollen Fahrstil belohnt, anstatt den Erfolg nur über die Platzierung zu definieren. Es gilt als spiritueller Vorläufer der Project Gotham Racing-Reihe auf der Xbox. Das Veröffentlichungsdatum basiert auf dem Datum der OFLC-Klassifizierung (16.10.2000).
Beschreibung
Metropolis Street Racer wurde als Aushängeschild für die technischen Möglichkeiten der Dreamcast entwickelt, wobei Bizarre Creations ein Rennerlebnis anstrebte, das auf Realismus fußt, aber gleichzeitig ein starkes Gespür für Stil vermittelt. Das prägendste Element war zweifellos das Kudos-System, das Punkte für fahrerisches Können – etwa für kontrolliertes Driften, gewagte Überholmanöver und saubere Ideallinien – vergab. Damit verlagerte sich der Fokus weg von der reinen Geschwindigkeit hin zu einer ästhetischen Fahrweise, die den Spieler animierte, mit Finesse zu agieren.
Das Spiel leistete Pionierarbeit bei der Einbindung realer urbaner Umgebungen. Die Strecken basieren auf akribisch nachgebildeten Abschnitten von London, Tokio und San Francisco, für deren architektonische Detailtreue die Entwickler Tausende von Referenzfotos nutzten. Das integrierte System für die Tageszeit koppelte sich an die interne Uhr der Dreamcast, sodass Rennen entsprechend der realen Zeit am Standort des Spielers stattfanden – eine Innovation, die die Immersion spürbar steigerte. Grafisch setzte der Titel damals Maßstäbe.
Der Einzelspielermodus war in Herausforderungs-Kapitel unterteilt, durch die sukzessive neue Fahrzeuge und Kurse freigeschaltet wurden. Bei den lizenzierten Wagen reichte die Palette vom kompakten Stadtauto bis zum hochgezüchteten Sportwagen, wobei jedes Modell sein individuelles Fahrverhalten authentisch wiedergab. Der Soundtrack, ergänzt durch eine Radio-artige Präsentation, verlieh dem Geschehen eine authentische Atmosphäre.
Trotz der steilen Lernkurve und einer vergleichsweise geringen Anzahl an Städten bleibt MSR ein herausragender Vertreter des Rennspiel-Genres auf der Dreamcast, die ein beachtliches Portfolio bot: F355 Challenge, Daytona USA 2001, Le Mans 24 Hours, Sega GT, Sega Rally 2 und die Shutokou Battle-Reihe sind nur einige Beispiele. Kommerziell litt der Titel unter dem schwindenden Erfolg der Dreamcast, doch seine Designphilosophie legte den Grundstein für Project Gotham Racing (2001), das das Kudos-Konzept weiterentwickelte und zu einem Aushängeschild der Xbox-Plattform wurde.
Datenblatt
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