Tales of Eternia
テイルズ オブ エターニア-
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Ein wegweisendes 2D-RPG, das das Echtzeit-Kampfsystem der Serie perfektionierte und das Konzept der interagierenden Zwillingswelten einführte. Eine herausragende technische Leistung für die originale PlayStation.
Beschreibung
Tales of Eternia ist der dritte Hauptteil von Namcos langlebiger RPG-Reihe und ein technischer Höhepunkt der 2D-Animation auf der PlayStation 1. Das auf drei Discs verteilte Epos folgt Reid Hershel und Farah Oersted bei ihrer Begegnung mit der geheimnisvollen Meredy, die eine fremde Sprache namens „Melnics“ spricht. Die Geschichte dreht sich um die drohende Kollision zweier Zwillingswelten, Inferia und Celestia, die durch die Orbus-Barriere getrennt sind. Um den „Grand Fall“ zu verhindern, reist die Gruppe zwischen diesen kontrastierenden Sphären: einerseits eine üppige, klassische Fantasy-Landschaft und andererseits eine technologisch fortgeschrittene, von Stürmen gepeitschte Welt. Dabei nutzen sie die Macht der Elementargeister, der sogenannten Greater Craymels. Eternia markiert zudem die Premiere des Mehrspielermodus in der Serie, der es bis zu vier Spielern erlaubt, die Charaktere der Gruppe direkt zu steuern.
Zur Zeit der Erstveröffentlichung wurde der Titel für sein schnelles Aggressive Linear Motion Battle System (A-LMBS) gelobt, das die Kampfgeschwindigkeit und die Komplexität der Kombos gegenüber den Vorgängern deutlich steigerte. Kritiker hoben die hochwertigen 2D-Sprites und handgezeichneten Hintergründe hervor, die einen lebendigen Gegenentwurf zum damaligen Branchentrend hin zu frühen 3D-Modellen darstellten. Die internationale Veröffentlichung war jedoch durch eine nordamerikanische Marketingentscheidung getrübt, das Spiel in Tales of Destiny II umzubenennen. Obwohl dies den Bekanntheitsgrad des westlichen Vorgängers nutzen sollte, sorgte der Name für unnötige Verwirrung, da es keine direkte erzählerische Verbindung zum ursprünglichen Tales of Destiny gibt. Es war ein klassisches Beispiel für das damalige westliche Marketing, das fragwürdige Entscheidungen traf. Trotzdem wurde das Spiel ein kommerzieller Erfolg mit fast einer Million verkauften Exemplaren und festigte den Ruf der Reihe für aufwendige, anime-inspirierte Produktionswerte.
Rückblickend gilt Tales of Eternia als eines der besten 2D-Rollenspiele, das die technischen Grundlagen der frühen 32-Bit-Ära perfektionierte. Heute wird es oft als Goldstandard der klassischen Ära der Serie betrachtet – besonders wegen des tiefgreifenden Elementarmagiesystems und der Einführung der Skits, die abseits der Hauptstory für charakterliche Tiefe sorgen. Die Namenskontroverse bleibt ein interessantes Kapitel, da sie dazu führte, dass die tatsächliche Fortsetzung von Tales of Destiny (veröffentlicht für die PlayStation 2) jahrelang nicht lokalisiert wurde, um weitere Marktverwirrung zu vermeiden – ein bezeichnendes Beispiel dafür, wie damalige Marketingabteilungen ihr Publikum unterschätzten. Leider entfernte die spätere PSP-Umsetzung den Mehrspielermodus vollständig, obwohl die Hardware gerade dafür ideal gewesen wäre. Diese originale 3-Disc-Fassung bleibt aufgrund ihrer flüssigen Performance, des kooperativen Gameplays sowie der Dichte an Nebeninhalten und Minispielen eine lohnenswerte Erfahrung.
Datenblatt
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