Secret of Evermore
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Instruction Manual
Ein Action-RPG, in dem ein Junge und sein gestaltwandelnder Hund vier zeitlich thematisierte Welten erkunden, Feinde bekämpfen und Alchemie nutzen, um den Weg nach Hause zu finden.
Beschreibung
Secret of Evermore (1995) nimmt einen speziellen Platz in der RPG-Historie ein, da es der einzige Titel ist, den Squares kurzlebiges nordamerikanisches Studio jemals entwickelte. Aufgrund des Echtzeit-Kampfsystems, der Ringmenüs und der kooperativen Spielweise wurde es oft fälschlicherweise als Teil der Mana-Reihe eingeordnet, dabei ist es ein eigenständiges Projekt mit einer ganz eigenen, schrulligen Identität. Die Geschichte erzählt von einem Jungen und seinem Hund, die versehentlich in die Welt von Evermore gelangen – ein Flickenteppich aus verschiedenen Zeitepochen: prähistorische Dschungel, antike Zivilisationen, mittelalterliche Festungen und eine futuristische Raumstation. Die Fähigkeit des Hundes, in jeder Welt die Gestalt zu wandeln, kombiniert mit dem Alchemie-System des Protagonisten, das auf dem Mischen von Ingredienzen basiert, verlieh dem Spiel einen unverwechselbaren spielmechanischen Charakter.
Die Atmosphäre von Secret of Evermore ist deutlich gedämpfter und melancholischer als bei vielen Zeitgenossen. Jeremy Soule lieferte hier seinen ersten großen Soundtrack ab und setzte auf eine ambient-artige Vertonung, die mehr Wert auf Stimmung und Textur legte als auf ausschweifende Melodien – ein markanter Kontrast zu den bombastischen Kompositionen von Final Fantasy oder Secret of Mana. Zur Veröffentlichung wurde das Spiel für Grafik und Gameplay gelobt, jedoch auch dafür kritisiert, dass es die hohen Erwartungen an die japanischen RPGs von Square nicht vollends erfüllte. Während einige Fans enttäuscht waren, dass es keine direkte Fortsetzung der Mana-Reihe war, lernten andere die experimentellen Systeme und den trockenen Humor zu schätzen. Über die Jahre hat sich eine treue Fangemeinde gebildet, die das Spiel als faszinierenden, eigenwilligen Verwandten der bekannteren Square-Titel betrachtet, der zwar vertraute Mechaniken nutzt, sich aber in Design und Tonalität deutlich abhebt.
Ich erwarb damals ein Importexemplar bei einem lokalen Händler – was in Australien zur damaligen Zeit durchaus üblich war –, Monate bevor die lokale Version Anfang 1996 erschien. Ich habe es während der Sommerferien auf der Südhalbkugel ausgiebig gespielt.
Datenblatt
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