Doom
Ein kompromissloses Reboot des legendären Shooters von id Software. Der im Mai 2016 für PC, PS4 und Xbox One erschienene Titel überzeugte durch sein schnelles, brutales Gameplay, einen prägenden Industrial-Soundtrack und die erfolgreiche Rückbesinnung auf die Stärken der Serie.
Beschreibung
Doom markiert das von id Software verantwortete Reboot des legendären First-Person-Shooter-Franchises nach Doom 3 (2004) und wird oft als Doom (2016) bezeichnet, um es vom Original aus dem Jahr 1993 und dessen zahlreichen Ports abzugrenzen. Der Spieler schlüpft in die Rolle des Doom Slayers, eines uralten Kriegers, der während einer dämonischen Invasion einer Forschungsstation der Union Aerospace Corporation auf dem Mars erwacht. Die Erzählung entfaltet sich weniger durch ausufernde Zwischensequenzen, sondern primär durch Environmental Storytelling und detaillierte Codex-Einträge, was den Fokus auf das unmittelbare Spielgefühl und das Momentum legt. Die Kampagne führt den Spieler durch abwechslungsreiche Kampfgebiete auf dem Mars bis hin in die Hölle selbst und verwebt Science-Fiction mit okkultem Horror.
Das Spieldesign ist eine bewusste Rückbesinnung auf die aggressive Schnelligkeit von Doom und Doom II. Bewegungen sind hochdynamisch, Waffen benötigen kein Nachladen, und die Gefechte fordern stetige Mobilität sowie präzises Ressourcenmanagement. Das „Glory Kill“-System erlaubt es, geschwächte Gegner in brutalen Nahkampf-Finishern zu exekutieren, was den Spieler mit dringend benötigten Gesundheitspaketen belohnt, während die Kettensäge unmittelbare Kills garantiert und Munitionsvorräte auffüllt. Das Arsenal umfasst modernisierte Klassiker wie die Super Shotgun, das Plasmagewehr, den Raketenwerfer und die legendäre BFG 9000.
Technisch basiert der Titel auf der id Tech 6-Engine, die flüssige Animationen, hohe Bildraten und ein weitläufiges Leveldesign ermöglicht. Neben der Einzelspieler-Kampagne startete Doom mit einem kompetitiven Mehrspielermodus, der in Zusammenarbeit mit Certain Affinity entwickelt wurde, sowie dem Level-Editor SnapMap, der es der Community erlaubte, eigene Karten und Szenarien zu entwerfen und zu teilen.
Die Entwicklung begann ursprünglich 2008 als Doom 4 – geplant als langsamer, filmischer Shooter nach dem Vorbild zeitgenössischer Militär-Shooter. Nach einer schwierigen Entwicklungsphase wurde das Projekt 2011 grundlegend überarbeitet und schließlich 2014 als Doom mit Fokus auf Geschwindigkeit und kompromisslose Action neu ausgerichtet. Die Veröffentlichung erfolgte für Windows, PlayStation 4 und Xbox One.
Das Spiel erhielt exzellente Kritiken. Insbesondere das Pacing der Kampagne, die Kampfmechaniken und der ikonische Industrial-Metal-Soundtrack von Mick Gordon wurden hervorgehoben. Während der Mehrspielermodus gemischtere Resonanz erfuhr, war der kommerzielle Erfolg signifikant: In Nordamerika und Großbritannien rangierte der Titel in der ersten Verkaufswoche auf dem zweiten Platz der Charts, wobei sich allein auf dem PC innerhalb von zwei Wochen über eine halbe Million Einheiten absetzten. Dieser Erfolg belebte die Marke neu und legte den Grundstein für den Nachfolger Doom Eternal (2020), welcher die Lore und Spielmechaniken konsequent ausbaute.
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